Kapitel 17. Es reicht!

Aktualisiert: 17. Mai

"Hör auf, mich zu bevormunden! Ich will deine Komplimente und Geschenke nicht! Ich mag keine Schmeicheleien." Unbekümmert setzen die Snovids ihre unbeholfenen Versuche fort, mir zu gefallen. Sie nehmen mich auf Ausflüge mit, lassen mich die schönsten Orte besuchen oder setzen mir die Masken alter Bekannter auf, damit ich in Nostalgie schwelgen kann.


Nichts von alledem hat mich beruhigt. Alles, was ich wollte, war ein ehrliches Gespräch mit ihnen, und irgendwann brach ein letzter Strohhalm dem Kamel den Rücken.


Ich träumte von einem Gebäude, entweder von meiner ersten Schule oder von der Kunsthochschule. Beide Gebäude hatten eine klassische U-Form. Als ich das Gebäude betrat, wurde ich sofort umschwärmt, und die Kinder brachten mir Schmuckstücke als Geschenke mit und überhäuften mich mit Komplimenten. Offensichtlich kannten sie mich nicht als Person, denn die Geschenke und Komplimente waren nicht auf mich persönlich bezogen.


Verstecken war zwecklos. Sie folgten mir sogar auf die Toilette. Schließlich sagte ich: "Es reicht". Ich war mir schon seit geraumer Zeit bewusst, dass ich träumte, und jetzt, als würde ich mich unter dem Gebäude und der ganzen Traumrealität hindurchducken, sah ich etwas, das ich unbedingt als Geschenk annehmen wollte. Es war ein leuchtendes Ding, wie ein faustgroßes Korn. Ich zeigte auf es. Die Snoviden zögerten, aber sie kamen mir entgegen und reichten es mir. Als es meine Hand berührte, wusste ich, dass ich eine noch nie dagewesene Macht in meinen Händen hielt, und sie erfüllte mich. Um mich von diesem für mich so mühsamen Traum zu lösen, erfüllte ich die Welt um mich herum mit unerträglich hellem Licht. Ein Strahlen ging von mir aus und erfasste zuerst die Akademie, dann die umliegenden Straßen und schließlich die ganze Stadt. Es leuchtete bis zum sichtbaren Horizont. Ich war der Einzige, der in dieser hell leuchtenden Leere schwebte. Ich atmete erleichtert auf.




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